Bele Bachem – Literaturcafé am 29. Mai 2016

 

Märchen erzählt sie nicht, sondern ziemlich Reales über uns

Eine außergewöhnliche Autorin und bildende Künstlerin stellt Olaf n. Schwanke am 29. Mai 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag vor: Bele Bachem (1916 – 2005).

Die Veranstaltung findet im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt statt. Das Literaturcafé ist ab 14.00 Uhr geöffnet und bietet Kuchen, Kaffee und andere Getränke zu günstigen Preisen.

Bele Bachem, die vor 100 Jahren geboren wurde, gilt neben Unika Zürn als eine der wenigen bedeutenden Surrealistinnen der deutschen Literaturgeschichte. In Düsseldorf als Tochter eines bekannten Kunstmalers geboren, studierte sie in Berlin und macht sich bald einen eigenen Namen als Bühnenbildnerin für bekannte Theateraufführungen, später auch durch Plakatentwürfe und andere grafische Arbeiten.

Ihre Kunst wird von den Nazis als “entartet” verboten. Nach Kriegsende zieht sie nach München, was ihre zweite Heimat wird. In späteren Jahren schreibt sie eigene Texte und illustriert sie. Darunter “Ausverkauf im Wind” (1960), “Rosenwasser ausverkauft” (1977), “Von Sklaven der Liebe” (1980). Aus Anlass ihres 100. Geburtstages zeigt die Universitäts-Bibliothek Siegen eine Ausstellung ihres Werkes.

 

Ende der Fuchsjagd – Literatur mit Friedrich Kröhnke am 24.04.

 

Zurück vom Mondgebirge – Ende der Fuchsjagd

Ein besonderes Ereignis erwartet die BesucherInnen des Literaturcafés am Sonntag Nachmittag, dem 24. April 2016 um 15.00 Uhr.

Bei Kaffee und Kuchen stellt Crauss den Berliner Autor Friedrich Kröhnke vor, der im März dieses Jahres 60 Jahre alt geworden ist.

Und der Clou! Friedrich Kröhnke wird beim Literaturcafé anwesend sein und gemeinsam mit Crauss die Lesung gestalten.

Veranstaltungsort ist das Zentrum für Friedenskultur (ZFK) in der Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt.

Friedrich Kröhnke ist einer der bedeutendsten Autoren der Schwulen Emanzipationsbewegung der 80-er Jahre. Er schrieb so aufrührerische Texte wie „Knabenkönig mit halber Stelle“, „Was gibt es heute bei der Polizei?“ oder „Die Atterseekrankheit“. 2016 erschien sein jüngstes Buch „Ende der Fuchsjagd“, eine Sammlung älterer und neuerer Erzählungen.

Zum 10-jährigen Bestehen der Lesereihe im ZFK lautet das Motto: Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber“, erlklärt der Organisator der Lesereihe, Prof. Dr. Wolfgang Popp. „Als Crauss vorschlug, Friedrich Kröhnke zu dessen 60. Geburtstag einzuladen, war ich gleich begeistert, den ich gehöre auch zu den Liebhabern von Kröhnkes Romanen.“

Friedrich Kröhnke gilt als feinsinniger Stilist. Seine Romane schwingen lange im Leser nach, stets beschreibt der Autor auch sein eigenes Leben, vor allem aber erzählt er Geschichten von der Liebe, von der Unrast des Neurotikers und vom Reisen, ohne wirklich anzukommen: einmal um die Welt und darüber hinaus.

In Kröhnkes Miniaturen und frühen Romanen geht es ums Erwachsenwerden, die erste sinnliche Begegnung mit Büchern, um die geröteten Wangen beim Verschlingen von allem, was man als Jugendlicher in die Hände kriegen kann. Es sind diese ersten Bücher, die eine unbestimmte Sehnsucht nach Ferne und nach großen Gefühlen wie in alten Filmen erzeugen. Und es ist der ältere Herr auf der Domplatte oder in der U-Bahn, der dem Füchschen zeigt, was es so gibt. Freilich, dieser Herr bleibt allzu oft allein zurück, enttäuscht, ein gealterter Stromer, dessen einzige Chance zu überleben jene ist, sich bald wieder auf den Weg zu machen mit einem neuen jungen Gefährten.

 

Ostermarsch 2016: Stopp deutscher Waffenexporte in Kriegsregionen

 

Ostermarsch 2016: Stopp deutscher Waffenexporte in Kriegsregionen

Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) empfiehlt, den diesjährigen Osterausflug mit der Teilnahme am Ostermarsch 2016 zu verbinden.

Kommt zum Ostermarsch Büchel am Ostermontag, 28. März 2016, 15.00 Uhr: Kundgebung in der Nähe vom Haupttor des Fliegerhorstes Büchel/Eifel gegen die Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. Rolf Plessner, Friedensaktivist aus Siegen, fährt hin und sucht noch eine Mitfahrerin/einen Mitfahrer. Tel: 0271-20521.

Kommt zum Ostermarsch Rhein-Ruhr vom 25. – 28. März 2016 u.a. in Düsseldorf, in Gronau und in mehreren Städten des Ruhrgebiets mit Abschlussveranstaltung in Dortmund.

„Die Ostermarsch-Proteste richten sich in erster Linie gegen die deutschen Waffenexporte an die kriegführenden Staaten im Nahen Osten und gegen den Kriegseinsatz deutscher Tornados in Syrien. Die Rüstungsexporte und die Kriegseinsätze in Syrien steigern die Verzweiflung der dort lebenden Menschen, die dann ihre letzte Hoffnung in der Flucht nach Europa sehen. Die Kriegspolitik der Bundesregierung und der anderen Staaten muss deshalb sofort gestoppt werden“, erklärt Bernhard Nolz, Aachener Friedenspreisträger und Geschäftsführer des ZFK Siegen.

info@zfk-siegen.net

www.friedenspaedagogen.de

 

RWE in der Krise: Keine Dividende! Was können die Kommunen tun?

Stellungnahme der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) zu Medienberichten über die Ankündigung von RWE, in diesem Jahr keine Dividende zahlen zu wollen.
RWE in der Krise – was können die Kommunen tun?
Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) sind eine Initiative, die sich seit 35 Jahren für Frieden und Gerechtigkeit und für friedliche, konstruktive Konfliktlösungen einsetzt, z.B. in der RWE-Krise.
Nie war die Verhandlungsposition der kommunalen Anteilseigner von RWE besser als heute.
Mit der Ankündigung einer Null-Dividende bringt RWE die Kommunen in echte Finanznöte. Damit haben die Kommunen die Moral schon mal auf ihrer Seite.
Das weiß die RWE-Geschäftsführung und das weiß die NRW-Landesregierung.
Erstere wird möglicherweise eine symbolische Kommunaldividende aus zu geben bereit sein. Der Letzteren wird nichts Anderes übrig bleiben, als die Mindereinnahmen der Kommunen mit Haushaltsmitteln des Landes auszugleichen. Beide Finanzzuwendungen würden als Strohfeuer in den kommunalen Haushalten verbrennen. Nichts würde sich ändern.
Und nun mal aufgepasst, Kommunen!
Was wäre, wenn man RWE anbieten würde, auf eine Kommunaldividende verzichten zu wollen, wenn RWE den gleichen Betrag oder auch mehr in eine gemeinsame Sozialgenossenschaft von RWE, Kommune und Bürgerinnen und Bürgern einzahlt, die die schrittweise Re-Kommunalisierung der Stromerzeugung und -verteilung zum Ziel hat. Ein solches Zukunft-weisendes Konzept ist RWE den Kommunen quasi schuldig, und RWE, Kommunen und BürgerInnen wären Gewinn-beteiligt und könnten die kommunale Energieversorgung auf eine sichere Grundlage stellen. Die notwendigen Investitionen würden nebenbei mit dazu beitragen, RWE aus der Finanzkrise heraus zu führen.
Und jetzt kommt es noch besser!
In den nächsten Jahren müsste das Land NRW diesen Energie-Umstellungsprozess in den Kommunen mit Landesmitteln fördern. Das aber ginge Landes-seitig am besten, wenn die Schuldenbremse fiele, die das Land und die Kommunen zur Handlungsunfähigkeit verdammt. Leider gibt es PolitikerInnen in NRW, die das noch nicht begriffen haben, oder noch schlimmer, die genau diese Handlungsunfähigkeit erzeugen wollen, damit der Widerstand gegen Sozialabbau und den drohenden kulturellen Kahlschlag in den Kommunen gebrochen wird.
Auf die LandespolitikerInnen kommen also Entscheidungen zu, bei denen sich erweisen wird, wem das Wohl der Kommunen und ihrer BürgerInnen am Herzen liegt.
Im Endeffekt wäre, wenn unseren Vorschlägen gefolgt wird, eine typische Win-Win-Situation erreicht, denn alle hätten Vorteile von der Lösung starker kommunaler Stromversorger in Kooperation mit RWE. Wahrscheinlich erscheint Vielen diese Lösung als zu utopisch, weil sie seit Jahren darauf getrimmt wurden, dass es immer Sieger und Verlierer im marktwirtschaftlichen Wettbewerb geben muss. Denkste!
Eine kommunale Energieversorgung nach obigen Muster kennt nur Gewinner und ist für alle gut!
Deshalb: Die RWE-Aktien-besitzenden Kommunen sollten jetzt solidarisch zusammen halten und diese einmalige Chance zur Durchsetzung ihrer Interessen konstruktiv nutzen. Sie kommt nicht so schnell wieder.
Das vermutet Bernhard Nolz.
Aachener Friedenspreisträger, Träger des Preises für Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung, Sprecher der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF), Geschäftsführer des Siegener Zentrums für Friedenskultur (ZFK)
Kölner Str. 11, 57072 Siegen, 0271-23568535, 0171-8993637, nolzpopp@web.de www.friedenspaedagogen.de

Literaturcafé mit Jean-Baptiste Molière

Literaturcafé am Sonntag 20. März 2016
Der französische Autor Jean-Baptiste Molière (1622 – 1673) wird am Sonntag, 20. März 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag von Jürgen Simon vorgestellt.
Das Literaturcafé im Zentrum für Friedenskultur, Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt feiert im Jahr 2016 sein 10-jähriges Bestehen mit einer Lesereihe unter dem Motto „Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber“.
Jean-Baptiste Molière, der Lieblingsautor von Jürgen Simon, gehört zu den Gesellschaftskritikern des 17. Jahrhunderts. Als Autor, Schauspieler, Sänger,Tänzer und Schauspieldirektor spielte er von 1645 bis 1658 mit seinem “Illustren Theater” in den französischen Provinzen.
Diese Erlebnisse und Erkenntnisse befähigten ihn zur Kritik an Klerus, Staat, Höflingen und Adel. Er zog sich die Feindschaft der Devoten, des Adels und der Königin zu. Erst deren Sohn, Ludwig XIV., favorisierte ihn und ernannte die Truppe 1665 zur “Theatertruppe des Königs”.
Kein anderer französischer Klassiker wird heute noch so oft aufgeführt wie Molière. In Meisterwerken wie “Der Menschenfeind” oder “Schule der Frauen” erkennt man den Repräsentanten für die frühe Aufklärung, Freiheit, Kritik, Genie, Menschenfreundlichkeit und das Eintreten für die Emanzipation der Frauen.

Literaturcafé am 28.02.16 – Josef Roth – verzweifelt heimatlos

Literaturcafé am 28.02.16 – Josef Roth – verzweifelt heimatlos
Der Schriftsteller Joseph Roth – (1894 – 1939) wird am 28. Februar 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag von Peter Schmöle vorgestellt.
Veranstaltungsort ist das Zentrum für Friedenskultur (ZFK) in der Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt.
Die Romane von Josef Roth sind auch heute noch lesenswert, ja höchst aktuell. In Mehreren geht es um Flüchtlinge, um die Schicksale von Menschen, die ihre Heimat und damit auch ihre Orientierung und den Lebenssinn verloren haben. Auch Roths wohl bekanntester Roman „Radetzkymarsch“ (1932) wird im Literaturcafé vorgestellt.
„Es kommt nicht auf die Wirklichkeit an, sondern auf die innere Wahrheit.“ Dieser Ausspruch Joseph Roths galt nicht nur für seine schriftstellerischen, sondern in gleichem Maß für seine zahlreichen journalistischen Arbeiten. Als einer der bekanntesten Journalisten der 1920-er Jahre genoss er hohes Ansehen in der westlichen Welt, war aber innerlich zerrissen zwischen seiner jüdischen Herkunft und seinem untergegangenen Heimatland Österreich-Ungarn. In vielen seiner Romanen schildert er trauervoll dessen Niedergang. 1933 in die Emigration gezwungen, blieb er zwar literarisch produktiv, aber erlitt immer mehr Schicksalsschläge, die ihn am Leben verzweifeln ließen. Er starb alkoholsüchtig und verarmt 1939 in einem Pariser Armenhospital.
Das Literaturcafé bietet zur Lesung warme und kalte Getränke und Kuchen zu günstigen Preisen.
Auskunft erteilt Wolfgang Popp (0271-20596) www.friedenspaedagogen.de

Literarische Ehrung für Ruth Klüger durch Siegener Friedenspädagogen

Literarische Ehrung für Ruth Klüger durch Siegener Friedenspädagogen
Als bekannt wurde, dass Ruth Klüger in der Gedenkstunde des Bundestages am 27. Januar 2016 anlässlich des Holocausttages eine Rede halten würde, horchten die Siegener Friedenspädagogen Wolfgang Popp und Bernhard Nolz auf. Hatten sie doch der KZ-Überlebenden Ruth Klüger zusammen mit 17 weiteren jüdischen Autorinnen und Autoren eine Art literarisches Denkmal in ihrem Buch „Leben im Zeichen von Verfolgung und Hoffnung“ gesetzt, das 2013 erschien.
Ruth Klüger, die 84-jährige US-amerikanische jüdische Germanistik-Professorin, überlebte als Kind die Konzentrationslager von Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt. Erst 1992 war sie in der Lage, ihre Kindheitserinnerungen an die KZ-Zeit in ihrem Buch „Weiter leben“ zu schildern. Beeindruckend ist auch ihr Kampf um eine neue Existenz in den USA als Überlebende, Wissenschaftlerin und Feministin.
In ihrer Rede im Bundestag widmet sich die Betagte vor allem der Erinnerung an ihre Zwangs- und Fronarbeit als 13-jährige im KZ Christianstadt. Damit eröffnet sie eine neue Perspektive auf diese Wirklichkeit der barbarischen Naziherrschaft: Ausführlicher als in ihrem Buch stellt sie die Frauenzwangsarbeit in die Nähe des Todes durch Versagen der Kräfte, durch Verhungern oder Erfrieren. Während männliche Zwangsarbeiter immer noch eine gewisse Hoffnung auf Zukunft haben konnten durch die Unentbehrlichkeit ihrer Fachkenntnisse, waren die meist ungelernten, auf Hausarbeit festgelegten Frauen „wertlos, die Ausbeuter konnten sich immer noch mehr beschaffen. Sie hatten ja so viel ‘Menschenmaterial’, wie sie es nannten, dass sie es wortwörtlich verbrennen konnten. Und erst recht die Frauen!“
Und Ruth Klüger erinnert sich: „Wenn die deutsche Zivilgesellschaft später beteuerte, sie hätte nichts über den Massenmord gewusst, so kann man darüber streiten, ob das stimmt, doch die massenhafte Ausbeutung durch Zwangsarbeit war sehr wohl bekannt.“
Ruth Klüger weiß um die vielfachen Erzählungen der Kinder der NS-Tätergeneration, in deren Familien und Betrieben solche fremdländischen Zwangsarbeiter tätig waren, an die sie sich sogar manchmal mit Zuneigung erinnerten.
„Die wohlmeinenden Erzähler wussten nicht, oder wollten nichts wissen, von der wachen Zurückhaltung, dem Misstrauen, der Verachtung oder dem Neid, der Über- oder Unterschätzung des Feindes, die in diesen unbezahlten Haushaltshilfen gesteckt haben muss“, sagt Ruth Klüger.
Auch Wolfgang Popp (80) erinnert sich an eine solche, von den Kindern geliebte Haushaltshilfe, ein zwangsverpflichtetes russisches Mädchen: „Sie wurde nach dem Krieg in einem von den Amerikanern aufgelassenen örtlichen Gefangenenlager von ihren eigenen Volksgenossen als „Verräterin“ erschlagen. Meine Mutter schwieg zu den Umständen ihrer Beschäftigung wie zu denen ihres Todes.“
Wer über das Leben und das literarische Werk von Ruth Klüger im zusammengefasster Form etwas lesen möchte, dem sei das Buch „Leben im Zeichen von Verfolgung und Hoffnung. Jüdische Autorinnen und Autoren in der neueren deutschen Literatur“ von Bernhard Nolz und Wolfgang Popp (Hrsg.) empfohlen. 2013 in Münster (LIT Verlag) erschienen, 302 Seiten, im Buchhandel erhältlich.
In dem Band wird auch der jüdische Autor Edgar Hilsenrath porträtiert, dessen bekanntester Roman „Der Nazi & der Frisör“ gerade in einer Bühnenfassung im FreienWerkstattTheater Köln gezeigt wird. Am Sonntag, 31. Januar 2016 um 15.00 Uhr stellt Bernhard Nolz den Autor Edgar Hilsenrath und seine Romane im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt vor. Der Eintritt ist frei.

Zehn Jahre Literaturcafé am Sonntag Nachmittag im ZFK

Zehn Jahre Literaturcafé am Sonntag Nachmittag im ZFK
Das Literaturcafé am Sonntag Nachmittag wird seit 10 Jahren im Zentrum für Friedenskultur (ZFK) durchgeführt. Das Jubiläumsthema fürs Jahr 2016 lautet: Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber.
Die Lesereihe beginnt am Sonntag, 31. Januar 2016 um 15.00 Uhr im ZFK, Kölner Str. 11, Siegener Oberstadt. Unter dem Motto „Solange ich rede, bin ich noch nicht tot“ stellt Bernhard Nolz den jüdischen Schriftsteller Edgar Hilsenrath (geb. 1926) vor.
Edgar Hilsenrath ist ein Satiriker. Die Satire lebt von der Übertreibung, sie verzerrt die Sachverhalte und deckt herrschende Widersprüche und Wertvorstellungen auf und gibt sie der Lächerlichkeit preis. Aber die Satire lässt auch immer – mehr oder weniger deutlich – den positiven Idealzustand durchscheinen, der erreicht werden möchte und an dem das Bestehende gemessen wird.
Edgar Hilsenrath war einer der ersten Autoren, die die Gräuel des Holocaust literarisch satirisch aufgearbeitet haben. Das hat ihm viel Kritik, aber auch Anerkennung eingebracht. U.a. wird sein satirischer Roman „Der Nazi & der Friseur vorgestellt. Edgar Hilsenrath schreibt gegen Menschenverachtung und Unterdrückung an und stellt in seinen Romanen das im Gegensatz zum Kapitalismus stehende jüdische Menschenbild zur Diskussion, wohl wissend, dass es sich um eine Vision handelt.
Im Literaturcafé wurden schon immer Autorinnen und Autoren vorgestellt, die sich mehr oder weniger kritisch mit ihrer jeweiligen Gesellschaft auseinandersetzten.
Aber im Jubiläumsjahr sind die ReferentInnen aufgefordert, einen Autor oder eine Autorin ihrer besonderen Wahl vorzustellen, deren/dessen Einstellungen sie sich selbst besonders verbunden fühlen. Damit kommt auch eine wichtige Funktion von Literatur zum Tragen: ihr Beitrag zur friedlichen Veränderung der Gesellschaft.
In diesem Sinne rechnen die Veranstalter Prof. Dr. Wolfgang Popp und Bernhard Nolz mit dem Interesse vieler Liebhaber/innen von gesellschaftskritischer Literatur und sind gespannt, wie KritikerInnen und LiebhaberInnen zusammenfinden.

COMEDY-SHOW: Lachen erlaubt! Sehenswertes für die Sinne

COMEDY-SHOW: Lachen erlaubt! Sehenswertes für die Sinne
Zu einem Theaterereignis der besonderen Art lädt das Dunkelcafé Siegen am 14. und 15. Januar 2016, jeweils 19.00 Uhr, ein: Eine Comedy-Show im Dunkeln mit dem Titel „Lachen erlaubt!
Die Theateraufführung ist im Rahmen des Inklusionsprojekts „Inklusive dir und mir“ in einer Kooperation vom Dunkelcafé Siegen, Gymnasium Stift Keppel sowie BewohnerInnen der AWO Wohnstätte Ginsterhang entstanden. Die Leitung hat die Theaterpädagogin Barbara Friedrich.
In diesem Jahr haben sich die Teilnehmer/innen dem Lachen verschrieben: Was ist lustig, auch wenn man nichts sieht? Wann sind wir in unserem Lachen vereint?
Die Teilnehmer erarbeiteten ein „noch nie gesehenes“ Comedy-Programm, in dem die Sinne nicht zu kurz kommen. Die Jugendlichen waren in ihrer Wahl, was sie für lustig befinden und was sie zeigen wollen, völlig frei. Dadurch ist die Comedy-Show „Sehenswertes für ihre Sinne“ zu einem bunt gemischten Programm zwischen Absurdität und Alltagsproblemen geworden. Die Grenzen zwischen beidem sind fließend.
14. Januar 2016 um 19.00 Uhr im Dunkelcafé Siegen, Kölner Straße 11, Siegen-Oberstadt
15. Januar 2016 um 19.00 Uhr im Dunkelcafé Siegen, Kölner Straße 11, Siegen-Oberstadt
Das Projekt „Inklusive dir und mir“ findet bereits zum zweiten Mal im Dunkelcafé statt und wird durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalens im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplan 2015 gefördert.
www.dunkelcafe-siegen.de

Tornado-Kriegseinsätze in Syrien stoppen!

Tornado-Kriegseinsätze in Syrien stoppen!
Seit vergangenem Freitag sind deutsche Tornados im Kriegseinsatz in Syrien und in der Türkei. Die Forderung der Friedensbewegung nach einem sofortigen Stopp der deutschen Kriegsbeteiligung im Nahen Osten wird auch vom Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) unterstützt.
„Will die Bundesregierung mit den Angriffen noch mehr Flüchtlinge nach Europa treiben?“, fragt Friedenspreisträger Bernhard Nolz. „Statt das syrische Volk zu bombardieren, sollten deutsche Bundeswehr-Piloten tägliche Flüge mit Hilfsgütern und Medikamenten für die notleidende Zivilbevölkerung durchführen“, schlägt Nolz vor.
Auch der Forderung der Friedensbewegung nach einem sofortigen und endgültigen Stopp von deutschen Waffenlieferungen an die Staaten des Nahen und Mittleren Osten (z.B. Saudi-Arabien, Katar) schließt sich das Siegener ZFK an und unterstützt das Verlangen, den Frieden mit friedlichen Mitteln, d.h. mit Verhandlungen und gegenseitigen Hilfsmaßnahmen erreichen zu wollen.
Bernhard Nolz: „Als Friedenspädagoge geht es mir besonders um das Leid der Kinder im Krieg. Wie kann eine Bundesregierung vor der Not der Kinder und ihrer Familien in der gesamten Region die Augen verschließen, die notwendige Hilfe unterlassen und stattdessen Militäreinsätze fliegen, Waffen zum Kriegführen schicken und Embargos zum Verhungern organisieren?“